UBL übernimmt Tabellenführung im Meister-Play-Off

Union Sattledt – UBL 0 : 3 (18, 16, 14)

Die Mannschaft von Sattledt konnte sich von Beginn an nicht auf das Spiel unserer Mannschaft einstellen. Zwar war in einigen Aktionen zu erkennen, dass die Sattledter nicht zufällig im Aufstiegs-Play-Off spielen, die entscheidenden Akzente setzte jedoch unsere Sechs. Sowohl in der Annahme als auch im Angriffs- und Blockspiel blieben die „big points“ unserem Team vorbehalten. In allen Sätzen konnte somit schon früh ein beruhigender Punktevorsprung herausgespielt werden, den es dann im letzten Abschnitt des Satzes nur noch zu verteidigen bzw. auszubauen galt. Vor allem im Entscheidungssatz waren beim 2. technischen Timeout bei einer 16:7 Führung die Fronten schon mehr oder weniger geklärt. Ein nicht nur verdienter, sondern auch wichtiger Dreipunktesieg.

Ried/Innkreis 2 – UBL 2 : 3 (15, 14, -20, -22, 13)

Zwei Sätze lang sah es nach einem klaren Erfolg der Sechs um Kapitän Philipp Gujon aus. Die Rieder konnten – so wie schon Sattledt im ersten Spiel – den Angriffen der Leonfeldner nichts entgegensetzen und hatten nicht nur bei der Serviceannahme große Probleme. Bei unserer Mannschaft lief hingegen alles wie am Schnürchen. Besonders gefallen hat mir in diesen beiden Sätzen die Konsequenz und Aufmerksamkeit am Block. Einerseits war er gut gesetzt und ideal dosiert, andererseits gelang es den gegnerischen Angreifern sehr selten, den Block leicht anzuschlagen, da die beiden Blockspieler rechtzeitig ihre „Flossen“ einzogen… absolut landesligareif! Zwei Punkte fielen mir (ein wenig zu spät) erst in den kommenden beiden – viel schlechteren – Sätzen bewusst auf:

  1. Ried unterstütze uns in diesen Sätzen immer dann durch Fehlservices, wenn wir ein wenig unsicher bzw. laxer wurden und vor allem…
  2. Unser Angriffsspiel war zwar variantenreich (jeder Angreifer bekam in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, sich zu beweisen), aber leicht zu durchschauen.

In den beiden folgenden Sätzen nutzen die Gegner diese Fehler souverän aus, setzten schon bei unserer Serviceannahme den Block an der richtigen Position und konnten damit vor allem an den Außenpositionen scoren. Die Rieder ihrerseits kamen das eine oder andere Mal sehr, sehr billig zu Punkten. Geschupfte Bälle in der Mitte gegen unseren Dreierblock landeten mehrmals auf der gleichen Stelle, geschenkte Bälle wurden leichtfertig zurück geschenkt und die Blocksicherung war meistens nur Wunschdenken.

Zu spät stabilisierte sich unser Spiel (vor allem im vierten Satz), sodass ein Entscheidungssatz notwendig wurde. Bis zum Seitenwechsel sahen wir wieder wie die sicheren Sieger aus. Doch Ried setze noch einmal alles auf eine Karte, der 15:13 Satzgewinn und damit 3:2 Sieg brachte unser Team – vor der letzten Runde – einmal an die Tabellenspitze.

Eng wurde es im 5. Satz auch durch einige Schiedsrichterentscheidungen:
Ich behaupte zwar: Würde jeder Spieler nur so viele Fehler machen wie ein Schiedsrichter, würden manche Spiele lange dauern. Aber auf Landesliganiveau sollten (müssen) auch technische Fehler geahndet und Aktionen am Netz nicht aus dem Bauch, sondern nach dem Regelheft gepfiffen werden!
Und (das gilt generell für Schiris): das Pfeiferl sollte das einzige „Utensil“ sein, das am Schiristuhl und am Schreibertisch mit dabei ist…

Bericht: Walter Gärtner