Schade um die Punkte!

Die Chance, vor den Spielen gegen stärkere Gegner einen Punktepolster gegenüber den Tabellennachbarn zu erspielen, wurde leider vertan. Man darf aber nicht nur die Ursache in der engen Halle in Ried suchen!

 

ASKÖ Ried/Riedmark. – UBL 3 : 2 (23:25, 25:20, 25:22, 19:25, 15:11)

Nach einem ausgeglichenen ersten Satz, den die UBL knapp für sich entscheiden konnte, folgten zwei Sätze, in denen unsere Mannschaft oft einen brauchbaren Punktevorsprung herausspielen konnte. Wieder einmal war dann aber die Serviceannahme unsere große Schwäche. Zu oft kamen die Annahmen zu ungenau zum Zuspieler, sodass wir Notbälle über die Position vier spielen mussten. Funktionierte die Annahme, waren die Angriffsvarianten für die Gegner zu leicht zu durchschauen. Viel besser lief es im vierten Satz, in dem die UBL-Sechs ihr Potential großteils ausschöpfen konnte. Im Entscheidungssatz häuften sich wieder die Fehler aus dem 2. und 3. Satz, die Hausherren konnten den 3:2 Sieg im Finish locker nach Hause spielen.

 

Union VBC Steyr – UBL 3 : 2 (25:16, 25:21, 23:25, 17:25, 15:8)

Man merkte zwei Sätze lang wenig von einer Steigerung unserer Mannschaft gegenüber dem ersten Spiel. Zwar gelang es bald nach Beginn des zweiten Satzes, die Service– und Angriffsannahme zu stabilisieren, oft wurde aber die erfolgreiche Feldverteidigung durch unnötige Netzfehler des Blocks zunichte gemacht. Außerdem griffen die Steyrer vor allem an den Außenpositionen effektiver an und schafften so die 2:0 Satzführung. Eigentlich deutete viel auf eine klare 3:0 Niederlage hin. Weniger ist oft mehr! Für mich überraschend (nur für mich?) brachte mehr Routine und Lockerheit die UBL wieder ins Spiel zurück. Die Annahme klappte nun viel besser, die Angriffe waren eine gute Mischung aus „Power“ und Sicherheit. Kann man im dritten Satz eventuell noch von einem glücklichen Satzgewinn reden, war Steyr im vierten Satz völlig von der Rolle. Endlich klappten auch die Angriffe über die Außenpositionen super, der Block war ein Bollwerk. Wieder ging es in den fünften Satz. Und den haben wir uns – traditionsgemäß – selbst verloren! Drei Annahmefehler hintereinander, zwei technische Fehler und eine Netzberührung am Block – sechs Fehler, die nicht nur den Gegner stark machen, sondern auch schwer aufzuholen sind. Gegen Spielende machte sich dann auch noch die Müdigkeit unserer Mannschaft bemerkbar.

 

Bericht: Walter Gärtner